Dom für daheim - zum Mitlesen, Mithören, Mitsehen.

Europaweites Glockenläuten

am Freitag, dem 21. September, 18.00 bis 18.15 Uhr

In Europa gab die Glocke über 1000 Jahre lang mit ihrem Rhythmus die Zeit zur Arbeit, zur Muße und zum Gebet vor. Die Glocken in den Türmen der Kirchen und Rathäuser, in den Glockenstühlen der Friedhöfe und Gedenkstätten sind ein einzigartiges hör- und sichtbares Zeichen des europäischen Wertefundaments. Viele Menschen lieben den Glockenklang, denn er ist ein textloser, neutraler Naturton-Klang, mit dem eine 5000 Jahre alte handwerkliche Tradition verbunden ist. Der Glockenklang ist interkulturell: Ob Domglocke, buddhistische Tempelglocke, Shintō-Schrein-Glocke – Glocken vermitteln jenseits von Sprachgrenzen Feierlichkeit, Zeitmarkierung, Transzendenz und die Sehnsucht nach Frieden.

2018 erinnern wir uns – auch um uns des Wertes des Friedens in Europa zu vergewissern – an das Ende des Ersten Weltkrieges vor 100 Jahren und an Ausbruch und Ende des Dreißigjährigen Krieges. Das gemeinsame Glockenläuten soll hierfür ein starkes solidarisches Symbol sein.

In Deutschland rufen der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das Kulturbüro der Evangelischen Kirche Deutschland, das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken und das Deutsche Nationalkomitee für Denkmalschutz gemeinsam alle Glockenbesitzer auf, sich am europaweiten Glockenläuten zu beteiligen.

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Am Freitag, dem 12.01.2018, wird die Domuhr wieder laufen.

Manchmal stehen Besucher des Domes vor dem alten Uhrwerk in der Turmhalle. Das mechanische Uhrwerk wurde 1908 in der Werkstatt Weule hergestellt und im Jahr 2006 auf Initiative des Uhrmachermeisters Ulrich Kaiser restauriert. Täglich ziehen die Küster die Gewichte hoch, so dass - für einen Tag - das Räderwerk in Gang gebracht wird. Das historische Uhrwerk nimmt allerdings nicht mehr seine ursprüngliche Aufgabe wahr, die Zeiger zu bewegen.

Die moderne elektronische Uhr des Domes steht seit 2016 still. Auch vorher schon fiel die Uhr häufig aus, und erhebliche Reparaturkosten waren zu tragen. Für eine gründliche Instandsetzung mussten zuerst die Ziffernblätter demontiert und restauriert werden. Seit dem 3. November 2017 sind die Ziffernblätter und Zeiger - vergoldet - wieder an der Nord-, West- und Südseite angebracht. Die Zeiger allerdings bewegten sich noch nicht, weil der Antrieb im Innern des Turms noch nicht in Ordnung war. Es fehlte ein Teil, auf dessen Lieferung die Fa. Griwahn aus Grimmen seit Oktober wartete.

Am Freitag, dem 12. Januar 2018, wird der Antrieb der Uhr montiert, so dass die Uhr wieder die richtige Zeit anzeigen kann. Zu jeder vollen Stunde von 7 bis 22 Uhr wird der Uhrglockenschlag ausgelöst entsprechend der Stundenzahl; zu jeder halben Stunde wird die Sonntagsglocke einmal angeschlagen.

Die Domgemeinde freut sich darüber, dass nach aufwendiger und langer
Restaurierungszeit die Domuhr wieder läuft.

Matthias Gürtler
Domgemeinde

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Brot-für-die-Welt-Kollekten am Heiligen Abend 2017 im Greifswalder Dom

Die Kollekten für Brot-für-die-Welt erbrachten ein Ergebnis von 6.700 Euro (2015: 6.770 € 2016: 5.910 €). In den drei Gottesdiensten werden die Kollekten für die Hilfsorganisation der Evangelischen Kirche gesammelt.

In diesem Jahr besuchten die Greifswalder Konfirmanden auf dem Evangelischen Kirchentag in Berlin den Stand von Brot-für-die-Welt. Sie ließen sich über aktuelle Hilfsprojekte informieren. Zum Beispiel werden Kleinbauern im Norden von Peru unterstützt, wo die Ernteerträge sinken, weil der Regen durch den Klimawandel ausbleibt. Mit Hilfe einfacher Bewässerungssysteme für die Felder steigen die Ernteerträge. Auch zivilgesellschaftliche Organisationen werden von Brot-für-die-Welt unterstützt, die sich für die Menschenrechte einsetzen.

Der Kirchengemeinderat der Domgemeinde St. Nikolai Greifswald dankt herzlich allen, die mit ihrer Spende helfen, die Not zu lindern und die Ursachen von Flucht zu beseitigen.

Matthias Gürtler, Dompfarrer

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Ein Abschied steht bevor

Nun ist es soweit: Für unsere Gemeinde heißt es Abschiednehmen von unserem Dompfarrer Matthias Gürtler und seiner Frau Gerlinde. Mit beiden führte Cordula Ruwe vor kurzem ein Gespräch:

Seine Dienstzeit endet im Januar 2018, begonnen hatte sie hier vor fast genau 22 Jahren, im Januar 1996, noch unter Bischof Berger. Eigentlich wollten beide, nach der ersten Pfarrstelle im pommerschen Soldatenstädtchen Eggesin, in ihrer Heimatkirche Berlin-Brandenburg bleiben. Dort war er ca. zehn Jahre lang für die Sonderpfarrstelle „Werk und Feier“ des Bundes der Evangelischen Kirche in der DDR (WuF) von Eberswalde aus tätig. Die Eltern beider waren mittlerweile alt, und sie selber hatten die Jahre der Wende mit den Menschen dort intensiv erlebt und gestaltet. So el der Start hier im fernen Greifswald erst nicht leicht. Doch mit zunehmenden Kontakten in der Gemeinde und im Gemeindekirchenrat begannen sie, heimisch zu werden; besonders berührt hat ihn immer wieder, dass Menschen auf ihn zukamen und fragten: „Wo können wir uns in die Gemeinde einbringen?“

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