Der Greifswalder Domchor

ging nach 1945 aus dem Kirchenchor St. Nikolai hervor. Neben den Aufgaben in den Domgottesdiensten widmet sich der Chor vornehmlich der Chorsinfonik. Bei allen Greifswalder Bachwochen ist das bis zu 100köpfige Ensemble das künstlerische Rückgrat. Unter seinem Begründer Hans Pflugbeil (1946-1974), dessen Nachfolger Manfred Schlenker (1975-1987) und weiteren Dirigenten bis zu Jochen A. Modeß (seit 1993) stehen immer wieder die Werke von Johann Sebastian Bach im Zentrum (die Passionen, h-Moll-Messe, Weihnachtsoratorium, Magnificat, geistliche und weltliche Kantaten). Der Chor wendet sich aber auch Kompositionen aus der ganzen Breite der Kirchenmusik zu.

In den letzten Jahren wurden u. a. aufgeführt: Monteverdi „Marienvesper“; Händel „Messias“, „Israel in Ägypten“; Beethoven „Missa solemnis“; Mendelssohn Bartholdy „Paulus“ , „Elias“; Loewe „Die sieben Schläfer“ und „Hiob“ und "Die Zerstörung von Jerusalem"; die Requiem-Kompositionen von Verdi, Dvořák, Lloyd Webber, Schnittke; Schmidt „Das Buch mit sieben Siegeln“; Martin „Golgotha“; Zimmermann „Missa Profana“; Penderecki "Lukaspassion", und als Uraufführungen die Kompositionen „Frieden“ und „Weihnachtsmoratorium“ des Chorleiters.

Der Chor probt regelmäßig donnerstags von 19.45 Uhr bis 21.45 Uhr im Lutherhof, Martin-Luther-Str. 8.

Einzelstimmproben und Singetage (Wochenendproben) nach besonderem Plan.

Leitung: KMD Prof. Jochen A. Modeß.

Institut für Kirchenmusik- und Musikwissenschaften der Universität Greifswald
Bahnhofstr. 48/49, Tel. (0 38 34) 86 35 20/21, Fax: 59 42 28

Mitsingeprojekte

Regelmäßig werden während der Greifswalder Bachwoche (jeweils Ende Mai/Juni) Bachkantaten zum Mitsingen angeboten – siehe Bachwochenveröffentlichungen.

Seit 1999/2000 wird das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach aller zwei Jahre in sechs Gottesdiensten im Greifswalder Dom aufgeführt. Dabei wird für alle Teile des musikalischen Ensembles um freiwillige Mitarbeit geworben: Solisten, Chor und Orchester gestalten die Aufführungen innerhalb eines Projektes „zum Mitsingen und Mitspielen).